I
EVIDENZ
Vertraute Welt → Verlust → Rekonstruktion
Der Ausgangspunkt bleibt menschlich, konkret und bewohnbar. Technik darf selbstverständlich wirken; entscheidend ist zunächst, dass wir eine Welt erkennen, in der Menschen gewohnt, gearbeitet und Beziehungen gelebt haben. Der Bruch kommt nicht als Effektgewitter, sondern als Entzug von Realität: Die Erde ist nicht zerstört im klassischen Sinn – sie ist nicht mehr da. Gerade weil die Bilder zunächst vertraut bleiben, kann ihr Verlust körperlich und räumlich spürbar werden.
BildregelJe vertrauter der Alltag, desto härter wirkt die Abwesenheit.
II
EXISTENZ
Aufbau → Differenz → Koexistenz oder Konflikt
Die Welt wird körperlicher. Unterschiede zwischen Informationslogiken erscheinen in Handlungen, Materialien, Wegen, Besitzformen und Räumen – nicht nur in Debatten. A, B und C müssen unterschiedlich aussehen, bevor sie unterschiedlich argumentieren. Entscheidend ist dabei nicht ein eigener „Look“ für jede Position, sondern die Frage, welche alltäglichen Entscheidungen eine bestimmte Vorstellung von Gemeinschaft, Sicherheit und Zukunft hervorbringt.
BildregelInformation wird dort sichtbar, wo Menschen etwas bauen, verteilen, verweigern oder verändern.
III
TRANZENDENZ
Fremdheit → Maßstab → Möglichkeiten
Die kosmische Ebene wird nicht zum bloßen Hintergrund. Strukturen können größer als einzelne Körper werden: Beobachtungssysteme, verteilte Gedächtnisse, Universumsflotten und konkurrierende Realitätsformen. Die Herausforderung besteht darin, diese Größenordnungen nicht nur spektakulär, sondern verständlich zu machen: Das Publikum soll erahnen können, welche Folgen eine andere Form von Information und Organisation für Wahrnehmung, Zeit und Entscheidung hat.
BildregelJe größer die Skala, desto weniger darf Exposition den Blick dominieren.